Down-Syndrom - Trisomie 21

Jeder Mensch ist eine einzigartige Persönlichkeit.


Das gilt natürlich auch für Kinder mit Down-Syndrom. 

Down-Syndrom wird auch als Trisomie 21 bezeichnet. Das Chromosom 21 ist bei diesen Menschen in jeder Körperzelle dreifach vorhanden (siehe Bild). Es gibt 47 Chromosomen, der normale Chromosomensatz des Menschen beinhaltet 46 Chromosomen = 23 Chromosomenpaare. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen der Trisomie 21. 

Der englische Arzt John Langdon Down (1828-1896) beschrieb 1866 erstmals das klassische Erscheinungsbild dieser besonderen Menschen. 

Dazu gehören: 

  • Rundes Gesicht, eher flaches Profil, der Hinterkopf ist leicht abgeflacht
  • Fast alle Kinder haben leicht schräg aufwärts gestellte Augen
  • Schmale senkrechte Hautfalte zwischen innerem Augenwinkel und Nasenrücken
  • Die Muskelspannung ist oft reduziert (Arme, Beine, Hals)
  • Hände sind breit, Finger kurz, oft Vierfingerfurche
  • Füsse sind gedrungen, grosser Abstand zwischen dem 1. und 2. Zeh
  • Das Neugeborene kann zusätzliche Hautfalten im Genick haben, die sich aber mit der Zeit 'auswachsen'
  • Kleine, tief angesetzte Ohren
  • Schmaler hoher und kleiner Gaumen, dadurch kann die Zunge aus dem Mund herausschauen
  • Die Haare sind meistens weich und glatt
  • Geburtsgewicht und -grösse sind meist geringer;
    als Erwachsene sind sie oft kleiner als der Familiendurchschnitt.

 

Gesundheitliche Beeinträchtigungen können auftreten:

 

  • Hör- und Sehschäden
  • Störung in der Körper- und Bewegungswahrnehmung
  • Funktionsstörung der Schilddrüse
  • Herzanomalien
  • Anomalien im Verdauungstrakt
  • Fehlen von bestimmten Muskeln im Gesichtsbereich
  • Veränderungen der Blutgefässe
  • Störungen des Zentralnervensystems

Eine gute frühzeitige diagnostische, chirurgische und therapeutische Versorgung dieser Kinder gewährleistet heute, dass die Lebenserwartung im Vergleich zu vor wenigen Jahrzehnten signifikant gestiegen ist und die Lebensqualität deutlich zugenommen hat. 

Menschen mit Down-Syndrom sind anders, sie sind nicht automatisch krank, auch wenn sie häufiger unter gesundheitlichen Problemen zu leiden haben. Etwa 10% dieser Menschen können jedoch als schwerbehindert bezeichnet werden. In Deutschland wird etwa 1 von 1000 Kindern mit Down-Syndrom geboren. 

Die frühe Förderung und der fachkundige Umgang mit diesen Kindern ermöglicht heute eine optimale Entwicklung, eine Selbständigkeit dieser Menschen kann durchaus erreicht werden. Bundesweite und internationale Selbsthilfegruppen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Aufklärungsarbeit zu leisten. Sie setzen sich für die Rechte dieser Menschen und gegen ihre Diskriminierung in unserer Gesellschaft ein und leisten damit auch wertvolle Unterstützung und Hilfestellung für junge Eltern und Familien. 

Die Annahme eines Kind mit Down-Syndrom wird Eltern auch heute leider noch nicht leicht gemacht. Vorurteile und gesellschaftliche Zwänge - auch die pränatale Diagnostik - tragen dazu bei, dass viele Eltern sich überfordert und 'an den Rand gestellt' fühlen. Die Akzeptanz in der Familie und im Freundeskreis ist wichtig, um dem neuen Erdenbürger einen guten Start zu geben. Ebenso wie für jedes andere Kind ist Liebe und Zuneigung neben fachgerechter medizinischer Behandlung und behindertengerechter Betreuung die wichtigste Voraussetzung für eine gute Entwicklung.

 

LebensWert 

Im Fernsehen 
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ob ich es wert wäre 
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Eugenik 
vorgeburtliche Diagnostik 
Euthanasie 
und ich denke mir 
mit 15 Jahren wäre ich 
gestorben ohne den med. Fortschritt 
vor 60 Jahren wäre ich 
vergast aufgrund des ideologischen Fort-Schritts 
in ein paar Jahren würde ich 
wegen beidem nicht geboren werden 
wie soll ich leben 
mit dieser Vergangenheit 
in Zukunft 

© by Tanja Muster 



Weiterführende Information:

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