Geburt und Trauma

Gebären nach (früher) sexueller Gewalt – Wie am besten gut vorbereiten?

Wie am besten gut begleiten?

von Andrea Singer und Martina Freystedt

 

Aus unserem fachübergreifenden Tätigkeitsbereich in der Geburtsvorbereitung, als Doulas und Traumafachberaterinnnen möchten wir aus dem Fundus unserer Erfahrungen zum Umgang mit Geburt nach (früher) sexueller Gewalt etwas zum praktischen Vorgehen mit diesen Klientinnen beitragen. Im Folgenden haben wir den Fokus auf zwei Fragen gelegt: Welche Methoden der Unterstützung sind in der Zeit der Schwangerschaft wirksam und welche praktische Akuthilfe kann während der Geburt geleistet werden?

 

Ganz allgemein können sich Traumafolgen auch körperlich im Geburtsprozess ausdrücken. Häufig gilt das für den Geburtsbeginn (Übertragung), die Wehenintensität, Eröffnung des Muttermundes, Schmerzempfindlichkeit und die Kraft der Austreibungswehen. Eine Kaskade von medizinischen Interventionen führt nicht selten zu Retraumatisierung. Eine traumatische Geburt hat u.U. auch Auswirkungen auf die Mutter- Kind-Bindung und das Stillverhalten.

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