Hebamme, Definition laut WHO

Definition

Definition der Hebamme laut Weltgesundheitsorganisation (WHO), International Confederation of Midwives (ICM), Fédération internationale de gynécologie et d'obstétrique (FIGO) und dem Bund Deutscher Hebammen (BDH): 

"Eine Hebamme ist eine Person, die in dem jeweiligen Land zu einer anerkannten Hebammenausbildung regulär zugelassen wurde, den vorgeschriebenen Ausbildungsgang zur Hebamme erfolgreich abgeschlossen und die notwendigen Qualifikationen erworben hat, um im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften als Hebamme zu praktizieren. 
[...] 
Die Hebamme muß in der Lage sein, Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu überwachen, zu betreuen und zu beraten, in eigener Verantwortung Geburten durchzuführen, sowie Neugeborene und Säuglinge zu betreuen. Dies alles beinhaltet Vorsorgemaßnahmen, das Erkennen von Regelwidrigkeiten bei Mutter und Kind, bei Bedarf die Hinzuziehung medizinischer Unterstützung, sowie die Durchführung von Notfallmaßnahmen, wenn medizinische Hilfe fehlt. Die Hebamme hat eine wichtige Aufgabe bei der Gesundheitsberatung und -erziehung nicht nur der Frauen, sondern auch in der Familie und in der Gemeinde. Die Arbeit beinhaltet neben der Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft außerdem bestimmte Gebiete der Gynäkologie, der Familienplanung, der Säuglingspflege und des Stillens. Die Hebamme kann in Krankenhäusern, in Geburtshäusern, bei Beratungsstellen, bei der Frau zu Hause oder in jeder anderen Einrichtung praktizieren.
Die Hebamme hat somit heute wie früher eine zentrale Rolle bei der individuellen, umfassenden Betreuung von Mutter, Kind und Familie. Die qualifizierte Hebammenausbildung bietet hierzu das Fundament. Darüber hinaus bedarf es der ständigen Aktualisierung und Erweiterung der theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten während des gesamten Berufslebens."

Quelle: www.bdh.de

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