Hebammen für Frauengesundheit

Hebammen für Frauengesundheit

Fürsorge rund um Geburt und Mutterschaft 

© 2003 Christine Krahl 
SeelenMutter 


"Die Hebammenkunst ist durch geburtsmedizinische Entbindungstechnik nicht annähernd zu ersetzen." 

Prof. Dr. med. Alfred Rockenschaub, Frauenarzt 
und langjähriger Primarius der Ignaz-Semmelweis-Klinik in Wien - 
im April 2003

Hebammen begleiten und unterstützen Frauen und Familien heute auf vielfältige Art und Weise. Sie treten für die Rechte von Frauen und Kindern ein, haben feste Aufgaben in der Gesundheitsvorsorge und -erziehung und spielen eine wichtige Rolle im Gesundheitssystem. Hebammen sind kompetente Ansprechpartnerinnen in einem natürlichen Lebensprozess. 

Sie begleiten Mutter und Kind in der Schwangerschaft, bei der Geburt, im Wochenbett, in der Stillzeit und darüber hinaus. Als Fachfrauen stehen sie mit Rat und Tat zur Seite und bestärken die Frau darin, ihre naturgegebenen Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen, um aus eigener Kraft und voll guter Hoffnung ein Kind zu tragen, es zu gebären, zu ernähren und zu umsorgen. 

Im Mittelpunkt der Hebammenarbeit steht die Unterstützung und Begleitung der werdenden Mutter und der jungen Familie in einem spannenden und neuen Lebensabschnitt - mit dem Ziel, in einem geschützten Rahmen Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten und eine zufriedene Mutter/Eltern-Kind-Beziehung zu fördern. 

Hebammen fühlen sich den natürlichen Lebensvorgängen Schwangerschaft und Geburt auf besondere Weise verbunden und stehen der weit verbreiteten Manipulation durch die Geburtsmedizin kritisch gegenüber. Sie orientieren sich in erster Linie am Befinden der Frau und ihren Wünschen und Vorstellungen, ohne die medizinischen Aspekte zu vernachlässigen. Die Betreuung und Begleitung durch Hebammen ist unterstützend, ohne unnötig in natürliche Lebensprozesse einzugreifen. 

Im Bereich der Frauen- und Familiengesundheit arbeiten Hebammen eng mit anderen Berufsgruppen zusammen, reflektieren ihre Arbeit durch ständige Qualitätskontrolle und leisten vielerorts durch eigene Forschungsprojekte einen Beitrag zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Interesse von Mutter und Kind. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist die Hebamme den Ärzten gleichgestellt bei der Betreuung von gesunden Schwangeren und ihren Babys. 

Mehr denn je kommt der Hebamme heute eine wichtige beratende und informierende Funktion zu im Hinblick auf die Entwicklung in der Fortpflanzungsmedizin, die auch zu grossen Verunsicherungen und Schäden geführt hat. Durch die immer weiter zunehmende Vermarktung des "Produktes Kind" wird die Frau zum Objekt einer machthungrigen und geldgierigen Fortpflanzungsindustrie erklärt und es ist notwendig, Schaden von Müttern und Babys fernzuhalten. 

Noch immer müssen Hebammen sich wehren gegen respektlose Beurteilung oder mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit durch Mitglieder anderer Berufsgruppen. Auch Stimmen nach 'Abschaffung der Hebammen' sind gelegentlich aus Kreisen der Geburtsmediziner zu hören, von denen einige am liebsten jede Schwangerschaft im Labor entstehen und jede Geburt per "Wunsch-Kaiserschnitt" beenden würden - und damit den gesamten Fortpflanzungsprozess ihrer lieblosen Kontrolle unterwerfen könnten. 

Hebammen machen Frauen Mut, Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln und die Medizin als gelegentlich hilfreiche und notwendige, aber nicht übergeordnete Instanz zu betrachten. Mit dem Bewusstsein, dass Frauen von sich aus stark genug sind, Kinder zu gebären, begleiten und betreuen Hebammen die sich ihnen anvertrauenden Frauen, ermöglichen eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt und sorgen rundum für eine sichere Mutterschaft.

 

"Artemis, die Göttin der Natur, war auch die Göttin der Gebärenden. 
Sie war bedacht, die Gebärenden zu ermutigen und Ungemach von 
ihnen fernzuhalten. Im Gegensatz dazu hieß der jüdisch-christliche Gott 
die Frau unter Schmerz und Mühsal zu gebären."

Die Mutter von Sokrates war eine Maia, 
so wurde die Hebamme im alten Griechenland genannt. 
Maia war der Sage nach eine Gespielin von Artemis. Sokrates Art, philosophisch zu lehren, entstand nach dem Vorbild der Maia-Geburtshilfe, die als 'Maieutik' von Hippokrates in die Medizin eingeführt wurde.

Im alten Rom wurde die edle Kunst der Geburtshilfe hoch geachtet. 
Die ehrbare Hebamme wurde Maia (auch obstetrix) genannt und die Ausübung dieses Berufes war nur freien Frauen vorbehalten.

Bei den Germanen genoss die Heb-Amme (heve-amma) grosses Ansehen. 
Sie war es, die dem Vater das Neugeborene auf dem Schild präsentierte, damit es von ihm und der Sippe angenommen werden konnte.

Quelle und geschichtliche Hintergründe zur Hebammen-Geburtshilfe 
sowie Information und Lehre zur Kunst der Geburtshilfe 
und dem Einsatz der Geburtsmedizin heute in: 
"Gebären ohne Aberglaube" von Prof. A. Rockenschaub


© Johanna Singer 
Die Zeit des Erwachens 
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Silvia Skolik, November 2003

Hebammen bieten Sicherheit und Fürsorge.
Rund um die Aufgaben und Leistungen der Hebammen:



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