PMS (prämenstruelles Syndrom)

Etwa 30-40% aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter dem prämenstruellen Syndrom, der bekannten Reizbarkeit und Überempfindlichkeit an den 'Tagen vor den Tagen'.

Die körperlichen und seelischen Symptome sind vielfältig und treten in der 2. Zyklushälfte auf:
Depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Aufgedunsenheit, Spannungsgefühl in den Brüsten, innere Unruhe, Aggressivität, Kopfschmerzen, Migräne, Hautprobleme wie Akne, Konzentrationsstörungen, Unterleibsbeschwerden, Schlafstörungen, Ärger, Blähungen, Völlegefühl, Herzklopfen, Übelkeit, Nervosität, Hitzewallungen, Erschöpfung und übersteigerter Appetit.

Die meisten Beschwerden werden durch einen natürlichen Anstieg des Hormons Prolaktin in der 2. Zyklushälfte hervorgerufen. Prolaktin wird in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) gebildet. Der Anstieg von Prolaktin kann auch stressbedingte Ursachen haben. Bei PMS wird davon ausgegangen, dass das gesunde hormonelle Gleichgewicht gestört ist, sei es durch Stress, Umweltbelastungen oder andere Faktoren.

In der Behandlung von PMS hat sich Mönchspfeffer (Agnus castus) hervorragend bewährt, es ist eines der am häufigsten verordneten natürlichen Heilmittel in der Frauenheilkunde. Die Behandlung führt zu einer deutlichen Steigerung des Wohlbefindens. Es wird auch in Kombination mit anderen Präparaten (wie Vitamin B, Johanniskraut, Melisse) verabreicht.

Literatur:

  • Natürliches Progesteron.
    Der alternative Weg bei PMS und Hormonproblemen

    Anna Rushton, Shirley A. Bond
    Goldmann, Mchn.; 2000; ISBN: 3442141842

     

  • PMS. Probleme vor der Regel.
    Das Prämenstruelle Syndrom erkennen, behandeln, überwinden

    Christina Lamertz, Hans-Ulrich Wittchen, Wolfgang Stolz
    Mosaik Verlag, Mchn.; ISBN: 3576107738

     

  • Once a Month : Understanding and Treating PMS
    Katharina Dalton, Wendy Holton
    Hunter House; ISBN: 0897932552

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