QUAG Bericht Ausserklinischer Geburtshilfen

Zur Qualität ausserklinischer Geburten

Netzwerk zur Förderung der Idee
der Geburtshäuser in Deutschland e.V.

www.geburtshaus.de

Pressemitteilung

Auch im eigenen Wohnzimmer kommen Babys sicher zur Welt
Bundesweite Studie belegt die Qualität außerklinischer Geburten


BERLIN. "Außerklinische Geburten sind sicher" - unter dieser Überschrift tagt am Montag, den 5. Februar 2001, ab 10 Uhr im Haus der Kirche in Berlin-Charlottenburg, Goethestraße 27-30, die Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe, QUAG e.V. Anlaß für die Veranstaltung, zu der zahlreiche Hebammen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden, sind - neben verschiedenen interessanten Fachvorträgen - vor allem die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung von außerklinischen Geburten 1999.

Während Kliniken per Gesetz zur landesweiten Dokumentation (Perinatalerhebung) aller Geburten verpflichtet sind, gab es bisher keine längerfristig und großflächig angelegte statistische Untersuchung über die Qualität außerklinischer Geburten.

Mit der Gründung von QUAG e.V. und der Durchführung zweier Vorlaufstudien haben die beiden deutschen Hebammenverbände BDH e.V. und BfHD e.V. den Weg für eine freiwillige Dauererhebung außerklinischer Geburten geebnet.

Der Beleg der Qualität außerklinischer Geburten schien den Initiatorinnen notwendig: Immer noch werden Hausgeburten und Entbindungen in Geburtshäusern, Hebammenpraxen und ähnlichen Einrichtungen von Öffentlichkeit und Ärzteschaft mit Argusaugen verfolgt. So wird eine schwangere Frau, die zu Hause entbinden will, von vielen Seiten mit einer Mischung aus Kritik und Unwissen überschüttet. "Ist denn das überhaupt sicher?" gehört dann zu den üblichen zweifelnden Standardfragen.

Nicht zuletzt auch aus beruflichem Selbstverständnis haben die Hebammen Interesse an einer eigenverantwortlichen Qualitätssicherung und - wo nötig - Qualitätsverbesserung. Die Erhebungsbögen, die jede organisierte Hebamme im Geburtshaus oder bei der Hausgeburtshilfe seit 1999 ausfüllen muß, wurden in Zusammenarbeit mit den beiden Hebammenverbänden, QUAG e.V., dem Zentrum für Qualitätsmanagement der Ärztekammer Niedersachsen sowie der Hebamme und Soziologin Erika Neumeyer erarbeitet. Erika Neumeyer wird auch bei der Tagung am 5. Februar die Studie für 1999 vorstellen und die Ergebnisse interpretieren.

Erste Zahlen aus der Studie liegen bereits jetzt vor: 452 Hebammen, 40 Geburtshäuser sowie 19 andere Einrichtungen (Praxen, Entbindungsheime etc.) beteiligten sich an der Erhebung, die insgesamt 8578 Geburten zählte, darunter 22 Mehrlingsgeburten.
1102 (12,9%) von insgesamt 8567 Schwangeren wurden in die Klinik verlegt, nur 89 davon als Notfall, die verbleibenden "in Ruhe", also aus verschiedenen anderen Gründen.

Auch die weiteren Daten aus 1999 werden zeigen, dass die Arbeit der Hausgeburts- und Geburtshaushebammen den Vergleich mit den Kliniken nicht zu scheuen braucht. Bei kombinierter Schwangerschaftsvorsorge durch Hebammen und Gynäkologen, guter Risikoabwägung und Aufklärung sowie verantwortungsbewußtem Umgang in bestimmten Geburtssituationen sind Mutter und Kind bei einer außerklinischen Geburt keinem höheren Risiko ausgesetzt.

Der Titel, den QUAG e.V. für die Veranstaltung in Berlin wählte, ist nicht nur bloße Zusicherung, sondern statistisch belegbar: Außerklinische Geburten sind sicher.

Die komplette Studie mit Kommentierungen ist zu beziehen über:

Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe QUAG e.V.
Geschäftsstelle
c/o Anke Wiemer
Elisabethenstr. 1
63579 Freigericht
Tel./Fax 06055 - 5781
e-mail: AnkeWiemer@aol.com

Quelle:
www.geburtshaus.de

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