Gedichte zum Muttertag

 

An meine Mutter

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

An die Mutter

Du hast das Größte mir gegeben: Mein Dasein, das verdank' ich dir.
Du, Mutter, schenktest mir das Leben, denn du hast "ja" gesagt zu mir.
Du gabst den Dingen ihren Namen, halfst erste Worte zu versteh'n.
Du gabst der Welt einst ihre Farben, ließest mich ihre Schönheit sehn.

Du wusstest Märchen und Geschichten und sangst mich in den Traum der Nacht,
erzähltest mir von Gott, dem Vater, hast mir das Beten beigebracht.
Ich machte meine ersten Schritte an deiner lieben, guten Hand.
Du zeigtest mir die ersten Wunder in einem unbekannten Land.

Du hast mir meine Angst genommen, denn wenn ich rief, dann warst du da.
Du gabst Vertrauen mir ins Leben, weil ich stets spürte, du bist nah.
Wenn du mich ansahst, sah ich Freude und wusste mich von dir geliebt.
So lernte ich mein erstes Lächeln, die schönste Sprache, die es gibt.

Was du tatest, kann ich nie vergelten, zu klein ist meine Kraft dafür.
Drum kann ich nur das eine sagen: Hab' Dank und Gott vergelt es dir.

Helmut Zöpfl 

Mutter, wenn es Dich nicht gäbe!

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und schmutzig wär das Hemd.
Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn Du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.
Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen
wenn Du nicht nochmal kämst
und uns, bevor wir träumen,
in Deine Arme nähmst.

Wir wären krank und einsam
und hätten auch kein Geld,
wärst Du in schweren Zeiten
nicht für uns da in dieser Welt.

Du stehst trotz Müh und Arbeit
tagtäglich für uns ein,
weist uns mit Deiner Liebe
den Weg voll Sonnenschein.

DANKE.

frei nach Eva Rechlin 

 

Quelle:

© Denise-Annette Langner-Urso
Reimgedichte
www.reimgedichte.de

Muttertag

ich wollte keinen Muttertag...
an mir hat niemand etwas wieder gut zu machen...
meine Leute sind so, wie sie nun einmal sind,
und ich habe nur einen Wunsch,
dass sie auch im nächsten Jahr sie selbst bleiben...

Wiedergutmachungstag...
so sah meine Mutter diesen Tag...
alle um sie herum funktionierten nicht in ihrem Sinne...
mit Blumen allein konnten sie das nicht ausbügeln...

weil morgen Muttertag ist,
kannst du heute wenigstens mal die Treppe machen...
ich wünsche mir zum Muttertag, zum Geburtstag, zu Weihnachten -
(die Festivitäten waren auszutauschbar...
irgendwie hatte sie wohl das Gefühl, immer zu kurz zu kommen) -
dass ihr artiger seid...
dass ihr euch nicht streitet...
dass du nicht so viel rum träumst...
mir mehr im Haushalt hilfst... als Mädchen selbstverständlich...
was soll sonst aus dir werden...
die Ilse nebenan hilft ihrer Mutter immer so schön...
und dann die Ursel H... was die schon alles im Haushalt kann...

und der Bruder - helfen musste der nicht -
er sollte wenigstens am Muttertag mal nicht solchen Krach machen...

also, ich brauchte den Muttertag nicht...

doch heute freu ich mich
über die prächtige Orchidee für meine Fensterbrettzüchtung...
auch noch im favorisierten Gelb...
und außerdem habe ich - als bekennende Honigliebhaberin -
Tannen- und Heidehonig bekommen...

nun ist für mich zu jedem Frühstück Muttertag...


Karin Rohner,
Liebes und Gedichte
www.liebesgedichte-liebes-gedichte.de

Never enough

Sometimes I know the words to say,
Give thanks for all you've done,
But they fly up and away,
As quickly as they come.

How could I possibly thank you enough,
The one who makes me whole,
The one to whom I owe my life,
The forming of my soul.

The one who tucked me in at night,
The one who stopped me from crying,
The one who was the expert,
At picking up when I was lying.

The one who saw me off to school,
And spend sad days alone,
Yet magically produced a smile,
As soon as I got home.

The one who makes suck sacrifices,
To always put me first,
Who lets me test my broken wings,
In spite of how it hurts.

Are there really any words for this?
I find this question tough…
Anything I want to say,
Just doesn't seem enough.

What way is there to thank you,
For your heart, your sweat, your tears,
For ten thousand little things you've done,
For oh-so-many years.

For changing with me as I changed,
Accepting all my flaws,
Not loving 'cause you had to,
But loving "just because".

For never giving up on me,
When your wits had reached their end,
For always being proud of me,
For being my best friend.

And so I come to realize,
The only way to say,
The only thanks that is enough,
Is clear in just one way.

Look at me before you,
See what I've become,
Do you see yourself in me?
The job that I have done?

All your hopes and all your dreams,
The strength that no one sees,
A transfer over many years,
Your best was passed to me.

Thank you for the gifts you give,
For everything you do,
But thanks, Mommy, most of all,
For making dreams come true. 

 

Luisa, 15 Jahre

Was Mütter alles können müssen:

Sie sollen geduldig sein,
sie sollen kochen können,
sie sollen immer ruhig bleiben,
sie sollen Grenzen setzen,
sie sollen überall helfen,
sie sollen den Haushalt in Schuss haben,
sie sollen sich Zeit für sich selbst nehmen,
sie sollen alle gesund pflegen,
sie sollen aufpassen,
sie sollen auch ihren Spaß haben,
sie sollen alles managen,
sie sollen alles überwachen,
sie sollen verantwortlich sein.

Und wann ist Feierabend ??

Anja Deutsch-True, Mütter besonderer Kinder

Quelle: 

© Denise-Annette Langner-Urso
Reimgedichte
www.reimgedichte.de

You and me - on our way…

You are the one who gave me life.
The one who made me who I am.
You are the one who loves me for me,
And accepts me for who I've become.

When I was down you helped me up,
You gave me hope…
A reason to keep trying,
Because you always want what's best.

Everything I am I owe to you.
My strength,
My love,
My hope,
My being.

When I was lost you showed me the light.
When I needed help it was you who stood by my side.
You never gave up on me,
Not even in those dreadful years,
When I wasn't on your side.

You went on caring even though I hurt you so.
And after all I've done,
You gave me yet another chance.
The chance I took for granted.

Please forgive me all my failures,
Please let me prove to you that I can be different.
So, please trust me when I say:
I will never make the same mistakes again.

I only want you to be happy,
And never again to frown.
I want the sun to shine forever
And a heavy wind to come and take away your pain.

Ich liebe Dich, Mama.

Luisa, 15 Jahre

Zum Muttertag

Kannst Du dich daran erinnern,
dass du einst geborgen warst
tief im Innern eines Bauches,
einer Frau, die Mutter war?

An das warme weiche Wasser,
welches dich ganz sanft umspült
und die gluckernd leisen Töne
dort im Innern, als du schliefst.

An das stete dumpfe Pochen
von dem Herzen, dessen Blut
dich ernährte und das stetig
ihre Liebe zu dir trug.

An die zarten weichen Lippen,
die als erstes dich geküsst,
an die warmen großen Hände,
die dich an die Brust gedrückt.

An die Tränen, die sie weinte,
wenn du krank im Bettchen lagst,
und die Nächte, die sie wachte,
die du nicht bei ihr verbracht.

An ihr Lachen und die Freude,
wenn du Blumen ihr gebracht,
und die vielen neuen Dinge,
die sie dir einst beigebracht.

Warst du traurig, als sie fortging,
und sie nie mehr wiederkam?
Denk an sie in deinen Träumen,
wenn sie dir auch wehgetan.

Ihr verdankst du doch dein Leben
Und so vieles, was du bist,
sie wird immer bei dir bleiben,
wenn du sie nur nicht vergisst.